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Bergbau und Tourismus - eine gelungene Kombination

Am Sonntag den 26.April 2009 findet der 5. Aktionstag des Bergbautourismus statt.
Wenn jetzt jemand denkt, dass es sich um einen landesweiten Verband handelt, sieht sich schnell getäuscht.

Es ist eine Veranstaltung des Bergbautourismusverein “Stadt Welzow” e.V., die den Tourismus in Welzow und Umgebung ankurbeln will.
Bereits im 5. Jahr zeigt sich, dass sich Bergbau mit Tourismus sehr gut verbinden lässt.

Mir scheint, dass die Welzower praktischer mit den Gegebenheiten der Tagebaue rund um die Stadt umgehen. Während man anderswo verbittert gegen die Abbaggerung kleiner Dörfer kämpft, bieten die Welzower schon mal  die komplette Umsiedlung einer Stadt an, um
den Weg für die Tagebaue frei zu machen. 

Inzwischen ist man in Welzow so was wie der Vorreiter in der Lausitz in Sachen Bergbautourismus. Die Möglichkeiten sind heute schon vielfältig. Sie reichen vom Fahren im Mannschaftstransportwagen zu den Baggern, über Quad- und Jeep-Spritztouren bis hin zu Erkundungen der Canyons, Wüsten und Oasen der Bergbaulandschaft per Drahtesel und zu Fuß. 

Abgesehen von der Gemeinde Teichland mit ihrem Freizeitpark, nutzt das Umfeld des Tagebaues Nord die gegebenen Möglichkeiten nicht bzw. zu wenig. Cottbus und Umgebung kann und sollte da von den Welzowern lernen, denn die Welzower geben ihr Wissen in Schulungen auch weiter.
“Verschlafen” wir nicht, die uns schon jetzt bietenden Möglichkeiten des “Cottbuser Ostsee”.  

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Der neue Cottbuser Ostsee mit den Augen der Künstler

Gerade die Künstler beschäftigen sich intensiv mit dem Entstehen des Cottbuser Ostsees.

Ergebnisse ihrer Ideen kann man derzeit in der vierten Etage der Arbeitsagentur Cottbus bestaunen.

In Vitrinen und an Wänden spiegeln sich Ideen für die Zukunft am Cottbuser Ostsee.

Zum Beispiel Fotos von Tino Heinicke, Martin Lehmann und Katrin Daate greifen das Thema künstlerisch auf.

Innerhalb der Werkstatt für Kreativberufe der Kunst.Fabrik Cottbus beschäftigen sich Künstler seit vielen Monaten mit dem Thema „Cottbuser Ostsee“

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Agentur zu besuchen.

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Volksbegehren gegen neue Tagebaue gescheitert

Nun ist es amtlich. Das Volksbegehren gegen die Genehmigung neuer Tagebaue ist gescheitert.
Die Gründe des Scheitern sind sicher Vielschichtig. Gern wird jetzt die schwierige Verfahrensweise ins Feld geführt.
Ich denke “bürokratische” Hürden müssen sein, denn solch wichtiges Thema kann man nicht mit einer Sammelaktion auf dem Marktplatz zur Entscheidung bringen.
Der Unterschreibende sollte sich mit dem Thema schon auseinandergesetzt haben und von sich aus handeln und nicht im Vorbeigehen mal irgendwo unterschreiben.
Ob diese Unterschrift unbedingt in den Meldeämtern geleistet werden muss ist diskutierbar, denkbar wären ja auch die Gemeindevertretungen der Gemeinden aber das bedarf einer Gesetzesänderung - noch ein Thema für ein Volksbegehren.
Alle Parteien haben jetzt weitere Diskussionsbereitschaft signalisiert, was zu Thema Klima auch weiterhin angebracht ist. Klar ist aber auch das die Industrie (wir natürlich auch) nach Strom - nach billigem Strom ruft. Billiger Strom ist aber mit den meisten alternativen Energiequellen (noch)nicht zu machen. Es kann also immer nur ein Kompromiss werden, der in der Lausitz die Braunkohle in den Mix mit einbindet. Es hilft also nichts die Kohle zu verteufeln, sondern die Verwendung der Braunkohle muss klimafreundlicher werden.    
 

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Erweiterungspläne im Erlebnispark Teichland

Ein gutes Beispiel, wie das Steuergeld der Unternehmen in die Infrastruktur gesteckt wird, zeigt die Gemeinde Teichland. Nachdem die Sommerrodelbahn ein voller Erfolg geworden ist, hegt man große Erweiterungspläne. So soll der Erlebnispark Teichland um eine Mountainbike-Strecke, eine wasserlose Eisbahn und eine Sommertubingbahn (mit LKW-Reifen den Berg runter)  erweitert werden. Im Winter, wenn Frau Holle denn mitmacht, kann die Tubingbahn, wie die Mountainbikestrecke auch für den traditionellen Rodelspaß genutzt werden.
 
 Etwas in Deutschland völlig neues dürfte die geplante wasserlose “Eisbahn” werden. Die aus Skandinavien stammende Idee ist für den Schulsport entwickelt worden. Auf den Kunststoffflächen mit Wachsüberzug laufen die Nutzer mit ganz normalen Schlittschuhen. Einmal pro Woche wird dann die Oberfläche geglättet und neu mit Wachs überzogen. So hat man ein ganzjähriges Nutzungskonzept.
 
  2,5 bis drei Millionen Euro wird die Gemeinde dafür in die Hand nehmen müssen. Minigolf, Kletterfelsen und eine Trampolinanlage rundeten den Teichland-Erlebnispark künftig ab und machen das Areal zu einem richtigen Spiel- und Sportpark.
  
 Damit man das Gelände auch richtig bewundern kann, ist weiterhin ein 50 Meter hoher Aussichtsturm geplant. Damit jeder Besucher auch weiß, wem das alles geschuldet ist, wird im Untergeschoss eine Schau über die Ortsgeschichte und den Braunkohleabbau eingerichtet. Auch auf den Außenanlagen sollen Teile von Bergbautechnik zu bestaunen sein.
 
 So nutzt die Gemeinde Teichland bestens die entstandenen, geographischen Gegebenheiten aus und entwickelt für das Areal um den künftigen Cottbuser Ostsee einen touristischen Anziehungspunkt. In Cottbus liegen dagegen die Arbeiten für die Infrastruktur um den Ostsee auf der langen Bank. Nichts zu hören von einem Seerundweg, dem Beginn der Bauarbeiten für den Parkway, geschweige denn von der geplanten Seebühne, die schon jetzt den Cottbusern ein Podium für die verschiedensten Open-Air-Veranstaltungen sein könnte.
 Allein die Nähe zur Gemeinde Teichland hat den Cottbusern ein neues Naherholungszentrum erschlossen.

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Neue Methoden für den Cottbuser Ostsee

Es werden noch einige Jahre ins Land gehen, ehe die Flutung des künftigen Ostsees nördlich von Cottbus beginnen kann. Dieser noch lange Zeitrahmen kann aber auch zum Segen für die Wasserqualität des neuen Gewässers werden.

Bekanntlich besteht bei den meisten Restseen das Problem, dass durch das einsickernde Grundwasser, welches aus den Kippen gelöstes Sulfat und Eisen mitführt, der See einen sauren PH-Wert bekommt. Federführen unter der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV) wurden schon etliche Verfahren erprobt, die alle einer Versauerung der im Zuge der Bergbau-Nachnutzung entstandenen Seen entgegenwirken. Das geht vom Einbringen alkalischer Produkte in den See, Anlagen zum mikrobakteriellem Abbau der Säurebildner bis hin zu physikalischen und elektrochemischen. Einige Ansätze sind dabei sehr viel versprechend.

Nun hat die LUG (Lausitzer Umwelt-Gesellschaft) Engineering GmbH, eine Tochter der Cottbuser Ingenieurgesellschaft eta AG ein Verfahren vorgestellt, das erstmals CO2 nutzt, um die Neutralisation saurer Tagebauseen nachhaltiger zu machen.  Aufbauend auf der Wirksamkeit neutralisierender Substanzen wie Kalkhydrate, Kalksteinmehl, Kalkmilch, Natronlauge oder Soda, soll ausgerechnet das Einbringen von CO2 eine deutliche Verbesserung der Langzeitwirkung der Neutralisation bringen. Die LMBV stellte dafür den Redlitzer See (Restloch Tagebau Seese-West) bei Lübbenau zur Verfügung.
Bestätigt sich die angenommene Wirkung, dann wäre die wirtschaftliche Bedeutung des von der LUG zum Patent angemeldeten Verfahrens beträchtlich: Mit der gleichen Menge alkalischer Produkte ließe sich eine wesentlich längere Neutralisationswirkung erzielen. 
Zukünftige Restseen, also auch der Ostsee,  können dann kostengünstiger und nachhaltiger zu der angestrebten Wasserqualität geführt werden und schneller zur geplanten Nutzung übergeben werden. Auch für das leidige Thema CO2  gäbe es so einen kleinen Schritt zur Gesamtlösung. 
 

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Gas-Streit zwingt zum Überdenken der Energiepolitik

Während man in Deutschland noch um die Abschaffung der Nutzung von Energieträgern wie Kohle und Kernkraft diskutiert, spielt der Gaskonflikt von Russland und der Ukraine den Kohlebefürwortern in die Karten. Deutschland ist zu abhängig von russischem Erdgas, hat auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) angesichts des Gasstreits zwischen Russland und der Ukraine gewarnt. DIW-Professorin Claudia Kemfert sagte der „Berliner Zeitung“: „Wir sollten auf jeden Fall vermeiden, noch abhängiger von Gasimporten zu werden. Leider ist das Gegenteil der Fall.“ Die meisten der neu eingebauten Heizungen in Deutschland würden mit Gas befeuert. Alternative Wärmequellen müssten gestärkt werden, zum Beispiel die Fernwärme.
Für die Lausitzer Städte sind Heizwerke mit Wirbelschichtfeuerung und Kohle als Energieträger eine gute Alternative. Braunkohle ist relativ preisstabil wogegen Putin das Gas eher heute als morgen teurer haben möchte und es ist nicht damit zu rechnen, dass die Konflikte um die Rohstoffe weniger werden.
In der DDR war man gezwungen die meiste Energie aus der Braunkohle zu beziehen. Schwarze Pumpe machte sogar Stadtgas daraus. In der heutigen Zeit sollte man schnell einen vernünftigen Mix alles Möglichkeiten finden. Braunkohle nicht zu nutzen ist für das Klima sicher die beste Lösung, wirtschaftspolitisch aber keinesfalls verantwortbar.

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Sternmarsch wurde als Erfolg gewertet

Obwohl höchstens 500 Teilnehmer den zweiten Sternmarsch der vom Braunkohletagebau Jänschwalde-Nord bedrohten Dörfer Atterwasch, Grabko und Kerkwitz in der Gemeinde Schenkendöbern begleiteten, wertete die Umweltgruppe Cottbus die Aktion als Erfolg. Großer Protest gegen das Abbaggern sieht doch anders aus. Gebracht hat es aber die Aufmerksamkeit in der regionalen Presse. So konnte auch gleich Werbung für ein neues Informationsheft der Grünen Liga gemacht werden. In dem sieben Lausitzer ihre Sicht zu neuen Tagebauen kundtun. Natürlich kam dabei kein Befürworter zu Wort.

Das die Fronten verhärtet sind, weiß jeder der die Nachrichten verfolgt. Leider werden die angeblichen Argumente nicht aus neutraler Sicht hinterfragt. So prangert man Vattenfall an dass durch die kostenlose Verteilung der Verschmutzungszertifikate enorme Gewinne gemacht worden sind. “Doch das ändert sich: mit weniger kostenlosen Zertifikaten in der zweiten Handelsperiode 2008 –2012 sinken die Gewinnspannen der Kohlekraftwerke, weil für hohen CO2-Ausstoss nun tatsächlich Zertifikate zugekauft werden müssen.” Nun werden durch die geringeren Erträge auch die Gewerbesteuern weniger. Das ist natürlich schlecht für die betroffenen Gemeinden aber glaubt jemand im ernst, dass Vattenfall absichtlich auf Gewinne verzichtet. Und wenn Kohlekraftwerke unrentabel werden, werden diese auch ganz schnell aus der Landschaft verschwinden. Der Boom der Solarenergie der letzten Zeit basiert doch nur auf einer massiven Subventionierung. Das novellierte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Deutschland schreibt eine Vergütung von mehr als dem Zehnfachen der marktüblichen Elektrizitätspreise für Solarstrom vor. Dabei beträgt der Anteil an der Deckung des Elektrizitätsbedarfs nicht einmal ein Promille. Daher ist die Relevanz für den Klimaschutz derzeit ohnehin nur marginal.

Klar ist, dass die Umsiedlung von Menschen immer mit Widrigkeiten verbunden ist. Hier sind großzügige Entschädigungsregelungen gefragt. Die Menschen die Cottbus, Hoyerswerda etc. vom Stadtumbau betroffen waren und noch sein werden, hätten sich sicher auch mehr Unterstützung gehabt.

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Erste Aktion 2009 gegen den Tagebau

Mit einem Sternmarsch wollen heute Kohlegegner gegen die geplante Abbaggerung
ihrer Dörfer protestieren. Die Aktionen bis zum Stichtag der Unterschriftenaktion werden sich häufen. Bei der ersten Protestaktion im neuen Jahr hoffen die Initiatoren auf mehrere Hundert Teilnehmer. Ortsbürgermeister von Atterwasch Ulrich Schulz (parteilos) ist Mitglied des gegen neue Tagebaue kämpfenden Agendarates. Beteiligen sollen sich Menschen aus den betroffenen Orten Atterwasch, Grabko und Kerkwitz und natürlich Vertreter von Umweltverbänden, Parteien und Bürgerinitiativen. Die Demonstranten wollen sternförmig aus den betroffenen Orten Atterwasch, Grabko und Kerkwitz zum “Alten Schafstall”, einer Wiese bei Kerkwitz, marschieren. Dort ist eine öffentliche Kundgebung geplant.
Nach Aussagen der Tagebaugegner soll der sächsische Grünen-Politiker Peter Hettlich jetzt gegen die drohende Abbaggerung von Dörfern für neue Tagebaue vorgehen. Auf der Homepage war darüber nichts zu erfahren. Nur ein Bericht über die Premiere des Films “Wer anderen eine Grube gräbt…“  Der Kurzfilm  thematisiert das Bundesbergrecht, das in seiner heutigen Form als juristisch antiquiert und aus umwelt- und energiepolitischer Sicht als destruktiv vorgeführt wird.

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Aktionen gegen Tagebaue werden spektakulärer

Wir hatten es auf dieser Seite angekündigt - die Aktionen gegen neue Tagebaue werden nicht nachlassen.
Nun wissen es auch die Cottbuser - die ehemaligen Waldschützer klettern gern.
Nur krabbeln sie nicht mehr auf Bäume - jetzt war Ihr Ziel der Spremberger Turm in Cottbus.

Von oben rollten Sie ein 5 X 10 Meter großes Transparent aus. Ihre Forderung: “Tagebaue könnt ihr Euch schenken! Dörfer retten, Klima schützen!”
Interessante Aktion - nur wusste im Vorfeld keiner von den zu rettenden Dörfern etwas davon.

 

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Cottbuser Wirtschaftsentwickler brauchen Geld

Vor kurzem haben wir an dieser Stelle die EGC angesprochen und was sie eigentlich zur Cottbusser Wirtschaftsentwicklung beiträgt. Heute kam nun die Meldung, das die Cottbuser Stadtverordneten eine zusätzliche Finanzspritze beschlossen haben. Wer jetzt denkt, die 800.000 Euro sollen die Arbeit weiter aktivieren , hat weit gefehlt. Das Geld ist dafür, um Schulden abzubauen.

Die EGC soll einen Kontokorrentkredit in Höhe von 400 000 Euro bei der Sparkasse haben, der zum 31. Dezember fällig wird. Zudem müsse die EGC nach einem Entscheid des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg etwa 400 000 Euro Umsatzsteuer nachzahlen. Ein schlechtes Zeugnis für einen Wirtschaftsförderer, der die eigenen Finanzen nicht im Griff hat.

Nun soll sich die EGC neu ausrichten und in Zukunft auch die Bestandspflege von Unternehmen übernehmen. Nachdem die Wirtschaftsförderung für Cottbus schon nicht so richtig erfolgreich gewesen ist, will man nun ohne zusätzliches oder anderes Personal  diese Mehraufgaben bewältigen. Eventuell hat Herr Goretzky nicht mehr so viel in  Bosnien-Herzegowina und der GTZ  zu tun und bündelt seine Kräfte und Kontakte ja für Cottbus.