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23.12.2008 von admin.
Wir hatten es auf dieser Seite angekündigt - die Aktionen gegen neue Tagebaue werden nicht nachlassen.
Nun wissen es auch die Cottbuser - die ehemaligen Waldschützer klettern gern.
Nur krabbeln sie nicht mehr auf Bäume - jetzt war Ihr Ziel der Spremberger Turm in Cottbus.
Von oben rollten Sie ein 5 X 10 Meter großes Transparent aus. Ihre Forderung: “Tagebaue könnt ihr Euch schenken! Dörfer retten, Klima schützen!”
Interessante Aktion - nur wusste im Vorfeld keiner von den zu rettenden Dörfern etwas davon.
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19.12.2008 von admin.
Vor kurzem haben wir an dieser Stelle die EGC angesprochen und was sie eigentlich zur Cottbusser Wirtschaftsentwicklung beiträgt. Heute kam nun die Meldung, das die Cottbuser Stadtverordneten eine zusätzliche Finanzspritze beschlossen haben. Wer jetzt denkt, die 800.000 Euro sollen die Arbeit weiter aktivieren , hat weit gefehlt. Das Geld ist dafür, um Schulden abzubauen.
Die EGC soll einen Kontokorrentkredit in Höhe von 400 000 Euro bei der Sparkasse haben, der zum 31. Dezember fällig wird. Zudem müsse die EGC nach einem Entscheid des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg etwa 400 000 Euro Umsatzsteuer nachzahlen. Ein schlechtes Zeugnis für einen Wirtschaftsförderer, der die eigenen Finanzen nicht im Griff hat.
Nun soll sich die EGC neu ausrichten und in Zukunft auch die Bestandspflege von Unternehmen übernehmen. Nachdem die Wirtschaftsförderung für Cottbus schon nicht so richtig erfolgreich gewesen ist, will man nun ohne zusätzliches oder anderes Personal diese Mehraufgaben bewältigen. Eventuell hat Herr Goretzky nicht mehr so viel in Bosnien-Herzegowina und der GTZ zu tun und bündelt seine Kräfte und Kontakte ja für Cottbus.
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17.12.2008 von admin.
Nun hat Vattenfall seine Karten auf den Tisch gelegt und die Planungsunterlagen für das Tagebaufeld Jänschwalde Nord eingereicht. Die betroffenen Gemeinden haben es schon länger gewusst, aber kaum einer kannte den genauen zeitlichen Rahmen. Danach sollen erst Kerkwitz (2030), dann Atterwasch (2035) und später Grabko (2041) abgebaggert werden. Die Bürgermeister in den Gemeinden geben sich kämpferisch. Doch die Einwohner machen nicht so richtig mit.
Die Lausitzer sind eben an ein Leben mit der Kohle und deren Auswirkungen gewohnt und haben zum großen Teil gut davon gelebt. Das zeigt sich auch in den wenigen Unterschriften zur Volksinitiative. Selbst in der betroffenen Gemeinde Atterwasch. haben bis jetzt nicht mal 15% unterschrieben. Das diese “Minderheit” nicht klein beigeben wird ist sicher. Noch bleibt Zeit bleibt Zeit bis Februar ihren Willen der Masse “aufzuzwingen”. Die Aktionen gegen die Tagebaue werden mit Sicherheit zunehmen und bestimmt auch schärfer werden.
Ich bin mir sicher der große Teil der Lausitzer denkt da praktischer. Das Gro der Jugend verlässt die Dörfer ohnehin wegen anderen Perspektiven. Für die Rentner sind 20 Jahre noch eine sehr lange Zeit, da verdrängt man schon mal das Problem. Bleiben noch die Bewohner die sich in ihrem Dorf eingerichtet haben und auch nicht weg wollen. Und die Anderen, die jetzt mit Vattenfalls Unterstützung die Chance sieht, sich ein neues Zuhause aufzubauen. Das kann näher an der Arbeit sein oder nur in eine beliebtere Gegend.
Ich denke der Tagebau wird kommen. Unsicherheiten gibt es wohl nur noch durch die Politik. Da fallen die Beschlüsse immer so, wie es gerade in der Mode ist; entweder pro Wirtschaft oder doch noch für die Umwelt.
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13.12.2008 von admin.
Wie man eine Region bekannt machen kann, darüber kann man streiten. Das auch
Cottbus etwas für seine Bekanntheit tun kann ist unbestritten. Cottbus gründet
dazu jetzt einen Verband den Cottbuser Stadtmarketing- und Tourismusverband. Natürlich mit Mitgliedschaft und Verbandsbeitrag, der so bei 1000 Euro liegen soll. Für ein kleines Unternehmen schon ein riesiger Werbeetat.
Man kann sicher nichts dagegen haben, wenn sich engagierte Cottbusser organisieren, um unsere Stadt bekannter zu machen. Wenn die Hoteliers und Gastronomen die Vorzüge der Stadt herausarbeiten - nichts gegen zu sagen. Aber ist es nicht Aufgabe der Stadt - geführt vom Oberbürgermeister dieses tagtäglich zu tun? Und wenn Wieland Eschenburg als Büroleiter seine Visionen (Hunderte Lastwagen, auf denen das neue Logo des Cottbuser Stadtmarketing- und Tourismusverbandes prangt) verwirklichen will,
frage ich mich, warum das nicht auch ohne Verband ginge. In Cottbus sind starke Fuhrunternehmen beheimatet, die auf Anfrage sicher preisgünstig, wenn nicht sogar kostenlos, gern Werbung für ihre Heimatstadt fahren würden. An Ideen mangelt es sicher auch in Cottbus nicht. Es ist die Aufgabe der Stadt diese Ideen zu bündeln, zu bewerten und zu verwirklichen. Sie kann dabei auf Vereine und Organisationen zurückgreifen aber keinesfalls künstlich welche aus dem Boden Stampfen, um sich so der Aufgabe zu entledigen. Zwei Stellen sollen ja ohnehin finanziert werden, welche auch vom Rathaus aus agieren könnten.
Und was leistet eigentlich die (CMT) für die Außenwahrnehmung von Cottbus? “Die CMT Cottbus ist der offizielle Touristikdienstleister der Stadt Cottbus für Gäste und Bürger. Wir sind verantwortlich für das touristische Standortmarketing.” Hat sie nicht auch dafür zu sorgen, dass Gäste nach Cottbus kommen? Und dann gibt es ja noch die Entwicklungsgesellschaft Cottbus mbH, deren Internetauftritt leider auch Schwachstellen aufzeigt und nicht einmal von einer Cottbuser Firma stammt.
Die Strukturen sind in Cottbus vorhanden - wir müssen sie nur richtig nutzen.
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11.12.2008 von admin.
Da Braunkohle das Klima wie kein anderer Brennstoff zerstören soll, protestieren
Greenpeace-Aktivisten im Tagebau Jänschwalde.
Die Aktionen häufen sich zunehmend, um das Volksbegehren, für dessen Erfolg bis
zum 9. Februar 80 000 Unterschriften zusammenkommen müssen, zu unterstützen.
Da die Unterschriftenanzahlen wohl nicht wie gehofft zusammenkommen, werden die
Aktionen in der nächsten Zeit noch häufiger werden.
Die Lausitzer schauen da wohl doch eher in die Geldbörse als in die weitere Zukunft.
Das Braunkohle die zur Zeit schlechteste CO2-Bilanz hat, kann und will sicher keiner bestreiten. Da gibt es die verschiedensten Studien die auch einen direkten Vergleich möglich machen. So liegen die CO2-Äquivaltente in g/kWh bei der Braunkohle um die 1000. Das aber Solarstrom in Deutschland auch bei 300 g/kWh liegen kann, wird gern ausgeblendet. Dabei ist die Versiegelung der riesigen Flächen nicht mit einberechnet. Bei der Braunkohle ist die Rückgewinnung des CO2 nicht mit eingerechnet.
Was sind die Alternativen für die Lausitz? Die Windenergie kommt ganz gut weg. Aber wo die vielen Räder aufstellen? Da bleibt dann nur noch Atom-Strom aber Deutschland will bis jetzt noch den Ausstieg. Und Strom aus Biomasse ist auch keine globale Alternative, denn schon jetzt verteuert diese Energiegewinnung die Lebensmittelpreise weltweit. Und Pflanzen brauchen Dünger - dabei machen schon jetzt Wissenschaftler auf eine drohende Phosphor-Knappheit aufmerksam. Auch wenn die Phosphorreserven weltweit umfangreicher sind als angenommen, wird die Abbaubarkeit immer schlechter und auch die Qualität der abgebauten Rohphosphate wird in Zukunft immer mehr nachlassen. UND - Phosphate werden in Tagebauen abgebaut!
Darum last die Tagebaue in der Lausitz. Mit den Bedingungen und Gesetzen in Deutschland werden auch wieder blühende Landschaften daraus. Gute Beispiele gibt es genug
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9.12.2008 von admin.
Gewusst habe wir es eigentlich alle. Wer mit wachen Augen durch die Lausitzer Städte geht, sieht überall die Auswirkungen des Stadtumbau-Ost.
Gerade in Cottbus-Schmellwitz sieht man das Schrumpfen besonders rigoros. In wenigen Monaten sieht Schmellwitz eher aus wie ein Park, als ein Wohngebiet.
Die Studie der Bertelsmann-Stiftung rückt diese Tatsache wieder näher ins öffentliche Interesse.
Neben den demografischen Auswirkungen ist auch der wirtschaftliche Standort ein
großer Grund für den Schwund.
Gerade in der Lausitz spiegele sich der bundesweite Trend zur “Urbanisierung” wider. Städte werden, auch gerade für junge Menschen attraktiver als Dörfer. In der Stadt bekommt man Ausbildung und Arbeit. Entsprechend jünger ist dort auch die Bevölkerung.
Da klingt die Kampagne gegen neue Tagebaue in der Lausitz, die ich jetzt im Radio gehört habe, wie ein Hohn. Eine Jugendliche fordert dort die Bürger zur Unterschrift in die Meldeämter auf. Eine Aufforderung, den letzten großen Wirtschaftzweig aus der Lausitz zu verbannen, und damit auch viele qualifizierte Arbeitsplatze für junge Leute (ich zähle dazu auch noch die 40jährigen).
Laut Studie verliert Cottbus bis 2025 knapp 30 Prozent seiner 25- bis 44-Jährigen, im Elbe-Elster-Kreis sind es 44 Prozent. Und das bei dem derzeitigen wirtschaftlichen Umfeld. Bricht die Energiewirtschaft weg, sind diese Zahlen schon fast Wunschwerte.
An dieser Stelle wurde schon mal drüber geschrieben. Neben dem Stadtumbau wird es bald einen
Landumbau geben. Bald werden Dörfer wegen fehlender Bevölkerung aufgegeben werden müssen. Da ist es doch schön, wenn man sich mit einer Bergbauabfindung ein neues Heim aussuchen kann.
Ließt man die derzeitigen Einwohnerzahlen der Lausitzer Orte Proschim, Atterwasch, Kerkwitz, Grabko und Teile von Welzow, die abgebaggert werden sollen, betrifft es knapp 2000 Menschen die umgesiedelt werden müssen. Die Standorte wie Jänschwalde, Schwarze-Pumpe oder Boxberg binden ein Vielfaches an
Einwohnern in der Lausitz. Allein das Kraftwerk Jänschwalde bildet in der Ausbildungsstätte bis zu 300 junge Menschen in qualifizierten Berufen aus.
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